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Augenabstand

Austrittspupille, Austrittspupillenabstand, Augenabstand

Die Austrittspupille beschreibt die Größe des Bildpunktes (in mm), welcher am Ihnen zugewandten  Ende des Fernglases, den Okularen, auf die Augen trifft. Je größer die Austrittspupille, desto heller erscheint die Abbildung. Die Austrittspupille ist der wichtigste und am einfachsten zu vergleichende Indikator für die Dämmerungsleistung eines Fernglases.

Die Austrittspupillen sollten Sie aus einigen cm Abstand als scharf umgrenzten hellen Kreis erkennen können (ein weicher Rand deutet auf schlechte Qualität hin). Die Größe der Austrittspupillen errechnen Sie, indem Sie den Objektivdurchmesser durch die Vergrößerung teilen. So haben die Austrittspupillen eines Glases mit den Daten 10x42 einen Durchmesser von 4,2mm.

Hintergrundinformation:
Wie nutzbringend eine große Austrittspupille ist, hängt unter anderem auch von den Augen und vom Alter des Beobachters ab, denn die Fähigkeit der Pupillen des menschlichen Auges zur Vergrößerung bei Dunkelheit läßt mit zunehmendem Alter nach: Während die Pupillen eines jungen Beobachters noch einen Durchmesser von bis zu 7mm annehmen können, beschränkt sich die maximale Ausdehnung zum Beispiel bei  einem 50-jährigen auf nur noch 5mm. So können die Augen eines älteren Naturfreundes das Licht einer 6,5mm großen Austrittspupille nicht mehr vollständig nutzen, wenn die Pupillen seiner Augen nur 5mm groß sind. Ein (dann auch leichteres) Glas mit kleineren Austrittspupillen wäre eine sinnvollere Anschaffung, weil hiermit kein Licht "verschwendet" wird.


Der Austrittspupillenabstand (auch AP-Abstand oder Pupillenschnittweite genannt) gibt an, wie weit entfernt sich Ihre Augen von den Okularen befinden dürfen, ohne daß Sie dabei den Blick auf das vollständige Sehfeld des Glases verlieren.

Der Abstand zwischen den Augen und den Okularen ist bei den meisten Ferngläser n durch Augenmuscheln verstellbar, wodurch das Fernglas auch mit Brille nutzbar sein kann. Damit ein Fernglas auch wirklich brillenträgertauglich ist, kommt es aber vor allem darauf an, daß die Austrittspupillen möglichst weit nach hinten verlagert sind (optimal 15-20mm). So wird erreicht, daß das fokussierte Bild nicht schon vor den Augen abgebildet wird. Hier spricht man von echten Brillenträgerokularen.

Neben den althergebrachten stülpbaren Gummiaugenmuscheln gibt es bei einigen Ferngläsern mittlerweile robustere Kunststoffaugenmuscheln, die sich heraus- bzw. hineinschieben oder -drehen lassen. Bei Gebrauch mit Brille sind die Augenmuscheln eingefahren bzw. umgestülpt.


Augenabstand/Pupillendistanz (nicht mit dem Austrittspupillenabstand verwechseln!): Hier handelt es sich um den Abstand der beiden Okulare, genauer: der Austrittspupillen der beiden Okulare. Die Pupillendistanz lässt sich durch "Knicken" des Fernglases am Gelenk zwischen den beiden Fernglashälften verstellen und so an jede Gesichtsform (den Augenabstand des Benutzers) anpassen.